Grafikdesign

Grafikdesign

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Unter der Bezeichnung Grafikdesign versteht sich die visuelle Umsetzung bildhaft dargestellter Botschaften aus den Bereichen Illustration, Werbung und Medien. Hierzu zählen unter anderem das Entwerfen von Druck-Erzeugnissen wie Plakaten, Zeitungen und Zeitschriften aber auch das Gestalten von Digitalerzeugnissen wie TV-Spots, Webseiten oder Handy-Apps.

Professionelles Grafikdesign und dessen Umsetzung

Professionelles Grafikdesign umfasst als berufliche Tätigkeit das visuelle Gestalten und Inszenieren bildhafter Botschaften in den Bereichen Medien, Werbung und Illustration. Dem handwerklichen Gestaltungsprozess mittels digitaler oder manueller Umsetzung geht zunächst eine umfassende Analyse zur Konzepterstellung voraus. Bei der Ausarbeitung des analytischen Konzepts stellt sich dem Grafikdesigner die Frage nach der Intention der Gestaltung unter Berücksichtigung der zu übermittelnden Informationen. Bei dieser sachbezogenen Ideenrecherche wird beispielsweise bereits im Voraus geklärt, ob die Zielbotschaft dazu dient ein bestimmtes Produkt zu bewerben, oder als reine Unterhaltung zu verstehen ist. Je nach Themenschwerpunkt und Zielsetzung wählt ein Grafikdesigner nun die passenden Stilmittel für die zu erreichende Zielgruppe aus, um die (Werbe-) Botschaft erfolgreich zu visualisieren. Hierzu bedient sich ein Gestalter aus dem Kompetenzfeld Grafikdesign vornehmlich farblicher, illustrativer und typografischer Mittel, um die Botschaft mithilfe von Druck- oder Digitalerzeugnissen zu realisieren.

Die Entstehung und Entwicklung des Grafikdesigns

Der Amerikaner William Addison Dwiggins trug im Jahre 1922 maßgeblich dazu bei, den bis dato unbekannten Begriff "graphic design" nachhaltig zu prägen. Im Gegensatz zu den damalig traditionell ausführenden Berufsfeldern der Schriftsetzer, Typografen und Drucker konzentrierte sich ein moderner Grafikdesigner fortan darauf, die vorangehende gestalterische Arbeit in den Fokus seines Schaffens zu stellen. In Deutschland noch bis in die späten 1980er Jahre unter den Bezeichnungen "Gebrauchsgraphiker" und "Werbegraphiker" bekannt, liegen die Aufgabenfelder eines modernen Grafikers auch heute noch in der Gestaltung kommerzieller Werbung und öffentlicher Kommunikation. Im Gegensatz zu vielen anderen Berufsbezeichnungen ist der Titel "Grafikdesigner" nicht rechtlich geschützt. Einen Zusatz wie "Diplom-Designer", "Bachelor of Arts" oder "Master of Arts" darf jedoch nur hinzufügen, wer als Grafik- oder Kommunikationsdesigner nach erfolgreich absolviertem Studium den akademischen Grad erworben hat.

Mögliche Aufgabenfelder im Bereich Grafikdesign

Die Aufgabenfelder eines Grafikdesigners sind so vielfältig wie variabel. Neben dem klassischen Bereich der Printmedien wie Zeitungen, Zeitschriften, Bücher, Plakate, Karten und Broschüren setzt sich ein bereichsübergreifender Grafikdesigner zunehmend auch mit der Gestaltung elektronischer Medien wie Webseiten, Werbedisplays, TV-Spots oder Smartphone-Apps auseinander. Mögliche Tätigkeiten hinsichtlich des Grafikdesigns sind das Erstellen von Werbemitteln wie Briefbögen, Flyer und Visitenkarten, das Desktop-Publishing (DTP) inklusive Fotografie und Bildbearbeitung oder die Herstellung von Illustrationen und Druckgrafiken zu Werbezwecken. Dem Gestaltungsprozess eines Grafikers zugehörig ist das umfangreiche Wissen und korrekte Anwenden von Typografie und Schriftsetzung sowie das Erschaffen einprägsamer Brandings und Logos. Im Hinblick auf eine unverwechselbare Unternehmenskommunikation im Sinne der Corporate Identity und des Corporate Design erweist sich ein gelungenes Grafikkonzept daher als unverzichtbar für jede wirtschaftlich denkende Firma.

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